Smartbroker Bewertung

Riesige Auswahl mit fast unschlagbaren Preisen

Zusammenfassung

Bewertung:
4.5/5

Smartbroker schafft es seine „Gründungsidee“ umzusetzen. Anleger bekommen einen günstigen und unkomplizierten Brokerservice angeboten, bei dem sie in keinerlei Hinsicht auf Sicherheit verzichten müssen.

Neben klassischen Aktien, ETFs und Sparplänen kommen vor allem erfahrene Investoren auf ihre Kosten. Als herausstechendes Merkmal ist nämlich der einfache und extrem günstige Derivathandel bei den Premium-Partnern von Smartbroker zu nennen.

Der Online-Broker meistert das Spagat zwischen Angeboten für passive Investoren und Angeboten für erfahrene, aktive Investoren also überraschend gut.

Sicherheit
Gebühren
Ordervarietät
Orderfunktionen

Vorteile

  • Extrem günstige Gebühren
  • Günstiger Derivathandel
  • Großes Angebot an Aktien und ETFs
  • Hohe Einlagensicherung

Nachteile

  • Strafzinsen
  • Gebühren auf ETF-Sparpläne
  • Handel an ausländischen Börsenplätzen teuer

Wer ist Smartbroker?

Smartbroker kann sich, ähnlich wie Trade Republic, als ein relativ junges Unternehmen in der FinTech-Szene bezeichnen. Zwar ist der „Über Uns“-Bereich auf ihrer Website relativ spärlich gehalten, dennoch werben die Gründer mit einer über 20 jährigen Erfahrung im Bereich Brokerage.

Ziel der Plattform ist der unkomplizierte und günstige Handel von Wertpapieren gleichzeitig für Einsteiger und auch für Experten. Positiv anzumerken ist auf jeden Fall, dass Smartbroker unter anderem eine enge Partnerschaft mit der DAB BNP Paribas führt.

smartbroker website bild
Smartbroker Website

Sicherheit – Wie sicher ist Ihr Kapital?

Trotz dass sich vor allem Online-Broker oftmals dem Vorwurf der Intransparenz stellen müssen, schneidet Smartbroker bezüglich der Einlagensicherung überraschend gut ab. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 Euro ist die Anlagesumme, dadurch dass die Depots von der DAB BNP Paribas geführt werden, zusätzlich mit bis zu über 90 Millionen Euro pro Kunde abgesichert.

Bitte beachten Sie, dass die Einlagensicherung der Banken sich nicht auf Ihre Wertpapiere bezieht! Die Wertpapiere werden von der Bank nur verwaltet und befinden sich in Ihrem Eigentum. Bei einer drohenden Insolvenz werden diese jedoch an den Kunden herausgegeben und verfallen nicht.

Da der Online-Broker hinsichtlich der Sicherheit einer Direktbank in nichts nachsteht, vergeben wir hier 2 zusätzliche Punkte.

Gebühren – Wie viel müssen Sie bezahlen?

Hinsichtlich der Gebühren bietet Smartbroker seinen Kunden eine kostenlose Depot-Führung. Dazu sind auch Fonds-/ETF- und Dividendenausschüttungen für den Anlegern komplett kostenlos.

Negativ zu bemerken sind jedoch die anfallenden Strafzinsen (von Banken oft als „Verwahrentgelt“ verniedlicht) in Höhe von 0.5% per anno. Diese Regelung greift, sobald das Verhältnis von ungenutztem zu investiertem Geld 15% überschreitet.

Hinsichtlich der Ordergebühren ergibt sich folgendes Bild:

ArtDeutsche AktienAmerikanische AktienWeltweit
Gebühren pro Order4 Euro9 Euro + 0.06% * Ordervolumen9 Euro + 0.1%/0.2% * Ordervolumen
Mindestgebühr25 USDvariabel (75 AUD/76 USD in Singapur, 40 Euro in Hong Kong)
Maximalgebühr

Eine weiterer negativer Punkt sind auch die anfallenden Gebühren für ETF-Sparpläne in Höhe von 0.2%. Zwar sind die absoluten Beträge in den meisten Fällen sicherlich nicht sehr hoch, dennoch bietet ein Großteil der Konkurrenz das komplett kostenfreie Besparen von ETFs an.

Obwohl hier die insbesondere für ausländische Börsenplätze höhere Gebühren markant sind, schneidet Smartbroker dennoch vor allem bei deutschen Börsenplätzen mit überdurchschnittlich niedrigen Gebühren sehr gut ab. Hier verdient sich der Online-Broker 8 von 10 möglichen Punkten.

Ordervarietät – Was und wo können Sie handeln?

Neben den bekannten deutschen Handelsplätzen wie Xetra, Lang&Schwarz, Stuttgart, Frankfurt etc. bietet Smartbroker seinen Anlegern auch die Chance in die große weite Welt der Börsenplätze zu schnuppern. Unterstützt werden unter anderem Handelsplätze in Australien, Hongkong, Japan, Kanada und natürlich der USA.

Zusätzlich können Kunden des Online-Brokers für den außerbörslichen Handel auch die Angebote der Handelspartner nutzen. Darunter fallen beispielsweise BNP Paribas, Citi, Goldman Sachs und JP Morgan. Damit kann auch der Handel von Schweizer Wertpapieren unkompliziert in Anspruch genommen werden.

Hinsichtlich der Auswahl an Handelsplätzen muss der potentielle Anleger keine Abstriche machen. Aus diesem Grund vergeben wir Smartbroker hier die vollen 5 möglichen Punkte.

Der Anleger kann bei Smartbroker mit einer guten Auswahl von Aktien, Fonds und ETFs rechnen. Auch der Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen ist möglich. An dieser Stelle möchten wir nochmals auf den gravierenden Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen hinweisen. Smartbroker hat jedoch angekündigt noch Ende 2020 den Handel von Futures und Optionen möglich zu machen.

Folglich verdient sich der Online-Broker hier 7 von 10 möglichen Punkten.

Orderfunktionen – Mit welchen Funktionen können Sie Ihr Investment absichern?

Neben klassischen „Instrumenten“ wie dem Stop-Buy und dem Stop-Loss hat der Anleger auch die Möglichkeit sein Investment mit einer Limit-Order oder auch einem Stop-Limit zu bestücken. Ein weiterer Pluspunkt erzielt der Online-Broker hierbei, da er diese Funktionen seinen Kunden komplett kostenlos zur Verfügung stellt.

Laut unseren Informationen ist es im Moment aber noch nicht möglich dynamische Stop-Buy/-Loss Funktionen zu nutzen.

Da dies jedoch für die meisten Anlegern, einen nur minimalen Einschnitt in ihre Möglichkeiten bedeuten wird, vergeben wir hier dennoch 4 von 5 möglichen Punkten.

Besonderheiten – Was uns besonders gut gefällt?

Neben den bereits oben analysierten geringen Ordergebühren bietet der Online-Broker noch eine ganz andere Spezialität. Der Anleger kann Derivate bei den Premium-Partner (Morgan Stanley, Vontobel, HSBC, USB) für unschlagbare 0 Euro handeln.

Damit öffnet der Broker vor allem für erfahrene Investoren ganz neue und ungeahnte Möglichkeiten ihr Investment auszubauen und passend zu ihren Risikopräferenzen anzupassen.

Ein weiterer Punkt, den man anerkennen muss, sind die Ordergebühren, welche ab einem Ordervolumen von über 500 Euro sich nochmals auf einen Euro reduzieren.

Unsere Bewertung

Smartbroker erreicht nach unserem Bewertungsmodell 26 von 30 möglichen Punkten.

In punkto Gebühren und Ordervielfalt lässt der Broker kaum noch Raum nach oben. Zwar werden neuestens bei speziellen Umständen Strafzinsen berechnet, dennoch hält der Online-Broker im Großen und Ganzen sein Versprechen die Nachfrage nach einem unkomplizierten und günstigen Broker zu bedienen. Besonders positiv ist uns zudem die extrem hohe Einlagensicherung aufgefallen – hinsichtlich der Sicherheit muss der Anleger also keineswegs auf etwas verzichten.

Smartbroker verdient sich damit 4.5 von 5 möglichen Sternen.

Bewertung:
4.5/5
Sicherheit
Gebühren
Ordervariertät
Orderfunktionen

Über den Autor

Felix Götz

Felix Götz

Felix ist angehender B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften mit Studienschwerpunkt internationale Finanzökonomik. Schon bei unterschiedlichen Praktikas bei Größen in der Finanzbranche konnte er sein tiefgreifendes Finanzwissen unter Beweis stellen. Bei Aktienchecker ist er vor allem für die Erstellung von Artikeln zuständig.