EBIT

Das EBIT bezeichnet den Ergebnis eines Unternehmens vor Steuern und Zinsen.
ebit definition

Was Sie sich merken sollten

  • Jahresüberschuss („Gewinn“) + Steuern + Zinsaufwendungen
  • EBIT-Marge eignet sich für den Vergleich der Profitabilität verschiedener Unternehmen
  • Steht in direkter Beziehung zum EBITDA

Definition

Das EBIT (Abkürzung für den englischen Begriff „Earnings before Interest and Taxes“), oftmals auch „Betriebsergebnis“ oder „Operatives Ergebnis“ genannt, bezeichnet das Geschäftsergebnis vor Steuern und Zinsen.

Das EBIT muss nach internationaler Rechnungslegung (IFRS) in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses ausgewiesen werden.

Berechnung EBIT

Das EBIT kann über verschiedene Ansätze berechnet werden. Der folgende Zusammenhang veranschaulicht die indirekte Berechnung ausgehend vom Jahresüberschuss („Gewinn“ nach Steuern eines Unternehmens):

EBIT = Jahresüberschuss + Steueraufwendungen + Finanzergebnis

Das Finanzergebnis umfasst dabei finanzielle Erträge wie beispielsweise Zinserträge oder erhaltene Dividenden und finanzielle Aufwendungen wie die Zinszahlungen für Kredite.

Berechnung EBIT-Marge

Die EBIT-Marge setzt das EBIT-Ergebnis mit dem erwirtschafteten Umsatz der selben Periode ins Verhältnis. Dadurch kann die EBIT-Marge verschiedener Unternehmen verglichen werden, um Aussagen über Profitabilität und eventuelle Wettbewerbsvorteile dieser Unternehmen zu treffen.

EBIT-Marge in % = EBIT / Umsatz * 100

Beispielberechnung

Im Folgenden betrachten wir den Jahresabschluss der Bayer AG und veranschaulichen eine simple Berechnung des EBIT. Die Gewinn- und Verlustrechnung können Sie im Geschäftsbericht 2019 auf Seite 135 finden.

Das Finanzergebnis und die Steueraufwendungen (Ertragssteuern) finden Sie jeweils als fett gedruckten Posten in der Mitte der Gewinn- und Verlustrechnung.

Um die Berechnung etwas leichter zu machen, vernachlässigen wir die Unterteilung in fortgeführtem und nicht fortgeführtem Geschäft. Wir beginnen also von unserem Ausgangspunkt „Ergebnis nach Ertragssteuern aus fortzuführendem Geschäft“ (hier zur Vereinfachung angenommen als Jahresüberschuss) und erhalten das EBIT wie folgt:

EBIT = 2.430 + 450 + 1.309 = 4.189 Millionen €

Dies ist identisch zu dem in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesenen EBIT.

Da der Gesamtumsatz in 2019 43.545 Millionen € betrug, berechnet sich die EBIT-Marge wie folgt:

EBIT-Marge = 4.189 / 43.545 * 100 = 9.62 %

Für Interessierte: EBITDA

Das EBITDA ist eine Erweiterung des einfachen EBIT und ist die Abkürzung für den englischen Term „Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation“.

Der erste Teil des Terms gleicht also dem EBIT, hinzu wird das Ergebnis jedoch noch um die Abschreibungen/Zuschreibungen auf Anlagevermögen (Depreciation) und auf immaterielle Vermögensgegenstände (Amortisation) bereinigt.

Ausgehend vom EBIT berechnet sich das EBITDA wie folgt:

EBITDA = EBIT + Abschreibungen auf Sachanlagevermögen – (Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen) + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände – (Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände)

Wie schnell erkenntlich wird, ist das EBITDA in der Regel höher als das EBIT.

Das EBITDA wird normalerweise nicht als einzelne Position in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt, lässt sich jedoch bei, nach IFRS bilanzierenden Unternehmen und Konzernen, oftmals im Anhang oder in den erläuternden Angaben finden.

Eine beispielhafte Überleitungsrechnung zwischen unserem oben ausgerechneten EBIT und dem hier beschrieben EBITDA finden sie im Geschäftsbericht 2019 der Bayer AG auf Seite 157.

Felix Götz

Felix Götz

Felix ist angehender B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften mit Studienschwerpunkt internationale Finanzökonomik. Schon bei unterschiedlichen Praktikas bei Größen in der Finanzbranche konnte er sein tiefgreifendes Finanzwissen unter Beweis stellen. Bei Aktienchecker ist er vor allem für die Erstellung von Artikeln zuständig.

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