Private Equity

Private Equity bezeichnet Transaktionen, die außerhalb des geregelten Marktes stattfinden.
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Was Sie sich merken sollten

  • PE-Geschäfte sind meistens mit dem Kauf und Verkauf von Firmenbeteiligungen verbunden
  • Investierbar werden solche Branchen durch PE-ETFs
  • Transaktionen erfolgen meist mit einem hohen Anteil an Fremdkapital durch LBO’s

Definition

Private Equity (engl. für privates Eigenkapital; kurz PE) bezeichnet Transaktionen die außerhalb von geregelten Märkten und Börsen stattfinden. PE-Gesellschaften kaufen sich durch Beteiligungen in private Firmen ein, managen diese und versorgen diese mit Kapital, um sie nach einem bestimmten Anlagehorizont gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Investments in Private Equity Transaktionen stehen hauptsächlich großen Institutionen wie Banken, Hedge Funds, Versicherungen oder UHNWI’s (sogenannten Ultra high-net-worth individuals) zur Verfügung.

Dem durchschnittlichen Privatanleger bietet sich die Möglichkeit durch Private Equity ETFs in solche Geschäftszweige zu investieren.

Disclaimer: Im Folgenden versuchen wir Ihnen die grundlegenden Informationen über das Private-Equity Geschäft zu vermitteln. Unser Ziel ist es, dass Sie nach diesem Artikel einzig und allein etwas mit dem Begriff Private Equity anfangen können. Hinter den einzelnen Begriffen und Erklärungen steckt natürlich noch mehr Wissen und deutlich kompliziertere Ausführungen.

Private Equity Investitionen

Grundlage einer erfolgreichen Private Equity Transaktion ist die sorgfältige Auswahl und Prüfung eines geeigneten Unternehmens. Dabei spielen viele verschiedene Kriterien eine wichtige Rolle. Grundsätzlich und vereinfacht lässt sich sagen, dass sich primär Firmen mit stabilen und prognostizierbaren Cashflows, einer guten Bilanz, behebbaren Ineffizienzen und einer guten Marktstellung für solche Transaktionen eignen.

Hat eine PE-Gesellschaft ein Target-Unternehmen (engl. für Zielunternehmen) bestimmt, so wird die Beteiligung in diesem Unternehmen oftmals durch einen sogenannten Leveraged-Buy-Out (kurz LBO) durchgeführt. Dabei erhält die PE-Gesellschaft die gewünschte Beteiligung in der Firma durch die Investition hoher Anteile von Fremdkapital.

Dies bietet den Vorteil, dass die Eigenkapitalrendite bei einer hohen Fremdkapitalquote steigt. Da natürlich auch das Risiko der Investition durch die zusätzliche Aufnahme an Fremdkapital steigt, möchte der Mix zwischen Eigen- und Fremdkapital für die PE-Gesellschaft genau abgeschätzt sein.

Profit der PE-Gesellschaften

Der Profit einer PE-Gesellschaft bestimmt sich hauptsächlich durch den Exit-Multiple. Vereinfacht ausgedrückt also den Preis, den die Gesellschaft beim Verkauf des Unternehmens erzielen kann.

Generell gibt es drei verschiedene Arten wie die PE-Gesellschaft durch das Unternehmen nach einer bestimmten Periode Profit schlagen kann.

Trade Sale:

Beim Trade Sale verkauft die PE-Gesellschaft das Unternehmen bzw. die eigenen Anteile an einen potentiellen Wettbewerber oder ein anderes Unternehmen derselben Branche.

Secondary Sale:

Beim Secondary Sale verkauft die PE-Gesellschaft das Unternehmen bzw. die eigenen Anteile an eine weitere, zweite PE-Gesellschaft.

IPO: In diesem Fall verkauft die PE-Gesellschaft das Unternehmen bzw. die eigenen Anteile an interessierte Investoren. Dabei führt die Gesellschaft das Unternehmen an die Börse und bietet die Anteile in Form von Aktien oder anderen Finanzinstrumenten zum Verkauf an.

Felix Götz

Felix Götz

Felix ist angehender B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften mit Studienschwerpunkt internationale Finanzökonomik. Schon bei unterschiedlichen Praktikas bei Größen in der Finanzbranche konnte er sein tiefgreifendes Finanzwissen unter Beweis stellen. Bei Aktienchecker ist er vor allem für die Erstellung von Artikeln zuständig.

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