Stop-Loss-Limit

Ein Stop-Loss-Limit bezeichnet eine modifizierte Funktion der klassischen Stop-Loss Funktion.
stop-loss-limit definition

Was Sie sich merken sollten

Einleitendes Beispiel

Sie sind sich, nach einhergehender Analyse, erneut unsicher über die zukünftigen Entwicklungen der Instability AG. Die Aktiengesellschaft veröffentlicht in den nächsten Tagen den ersten Jahresabschluss nach ihrer Expansion, in welchem deutlich wird, ob diese finanziell geglückt ist oder nicht. Aus diesem Grund setzen Sie ihren Stop-Loss erneut auf -10 €. Sinkt der Aktienkurs nun von 100 auf 90 €, ist Ihr Broker dazu angehalten Ihre Aktien zu verkaufen.

Um 14:00 Uhr beginnt der Kurs der Instability AG in den Keller zu rasen. Um 14:01 Uhr erreicht der Kurs bereits 89 €, das System wird getriggert (aufgrund Ihrer Eingaben) Aktien zu verkaufen. Der nächste handelbare Zeitpunkt zu dem dieser Verkauf erfolgen könnte, ist 14:02 Uhr. Da die Aktie jedoch rasant sinkt, beträgt der Kurswert um 14:02 Uhr bereits 80 €. Eine klassische Stop-Loss Funktion würde nun die Aktie für 80 € verkaufen. Aufgrund des rasanten Kursrückgangs jedoch, wäre dieser Verkauf viel zu verlustbringend und nicht ratsam. Stellen Sie sich nur vor, der Aktienkurs würde sich nach diesem Verfall, wieder von der schlechten Meldung erholen. Dann hätten Sie die Aktien viel zu günstig verkauft, Verlust gemacht und nicht mal mehr an dem darauffolgenden Kursanstieg profitiert.

An diesem Punkt hilft Ihnen die Stop-Loss-Limit Order. Hierbei legen Sie zwei Werte fest: Ihren Stop-Loss Preis und ihren Limit-Preis. Fixieren Sie also Ihren Stop-Loss Preis auf 90 € und Ihren Limit-Preis auf 85 € würde sich folgendes Szenario ergeben. Um 14:01 Uhr erreicht der Kurs 89 € und das System ist angehalten zum nächst möglichen Zeitpunkt (16:02 Uhr) Ihre Aktie zu verkaufen. Um 14:02 Uhr beträgt der Kurswert jedoch bereits 80 € und das System erkennt, dass dieser Aktienpreis Ihr Limit unterschreitet (80 € < 85 €). Ein zu günstiger Verkauf Ihrer Aktienwerte bleibt also aus.

Definition

Das Stop-Loss-Limit funktioniert ähnlich wie die klassische Stop-Loss Funktion. Zusätzlich zu einem Stop-Loss Preis legt der Anleger ein Limit-Preis fest. Wird die Verkaufsorder durch fallende Kurse getriggert, der Kursabstieg jedoch erfolgt so rasant, dass er den Limit-Preis unterschreitet, wird die Verkaufsorder nicht ausgelöst. Eine Stop-Loss-Limit Funktion schützt also vor zu schnell abfallenden Kursen und damit vor zu günstigen Aktienveräußerungen.

Felix Götz

Felix Götz

Felix ist angehender B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften mit Studienschwerpunkt internationale Finanzökonomik. Schon bei unterschiedlichen Praktikas bei Größen in der Finanzbranche konnte er sein tiefgreifendes Finanzwissen unter Beweis stellen. Bei Aktienchecker ist er vor allem für die Erstellung von Artikeln zuständig.

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