Total Expense Ratio

Die TER gibt die laufenden jährlichen Kosten für den Besitz eines Fonds an.
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Was Sie sich merken sollten

  • TER gibt die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds an
  • Berücksichtigt nicht alle anfallenden Kosten

Definition

Die TER (engl. für Total Expense Ratio) spiegelt die laufenden jährlichen Kosten für den Besitz eines Fonds (z.B. eines ETFs) wider. Darunter fallen beispielsweise Management-, Aufbewahrungs– oder Lizenzgebühren. Für Fonds-Investoren kann die TER eine Unterscheidung zwischen relativ teuren und günstigen Angeboten bilden.

Berechnung des TER

Für die Berechnung der TER benötigt man Informationen über die gesamten Fondskosten innerhalb einer Periode. Diese teilt man dann durch den Gesamtwert der Vermögenswerte dieses Fonds. Folglich ergibt sich:

TER in % = Gesamtkosten Fonds / Gesamtwert Vermögenswerte Fonds

Da Privatanleger natürlich keine Informationen über die laufenden Kosten eines Fonds haben, kann man diese Kennzahl als Investor nur schwer nachrechnen. Als eine sehr bekannte Kennzahl jedoch, wird diese transparent auf den meisten Factsheets von Fonds aufgeführt.

Beispiel

Da der TER laufende Kosten eines Fonds darstellt, beeinflussen diese Kosten selbstverständlich auch die reale Rendite des einzelnen Investors.

Sie haben beispielsweise durch ein schlaues Investment in den fiktiven AktiencheckerUltra20xLongMarkets-Fonds im vergangenen Jahr stolze 30% Rendite erzielt. Da wir natürlich von unseren Fähigkeiten als „Stock-Picker“ überzeugt sind und für unsere Arbeit entlohnt werden möchten, haben wir den Fond mit einem TER von 10% aufgesetzt.

Schlussendlich bleibt Ihnen als Investor für dieses Jahr also nur ein realer Kursgewinn von 20% (30% – 10%) übrig.

In der Realität sind die meisten Fonds-TER’s natürlich deutlich geringer. Besonders ETFs bieten mit einer durchschnittlichen TER von 0.30% pro Jahr sehr geringe Gebühren an. Aktiv gemanagte Fonds haben oftmals höhere laufende Kosten und sind deswegen auch bezüglich der laufenden Gebühren deutlich teurer als ETFs.

Kritik an der TER:

Anders als der Name „Total Expense Ratio“ vermuten lässt, berücksichtigt diese Kennzahl nicht alle anfallenden Kosten eines Fonds. Dies bezieht sich vor allem auf die Transaktionskosten bei einem Kauf/Verkauf eines solchen Fonds. Broker-Gebühren oder auch Spreads fallen beispielsweise in diese Sparte und werden von der TER nicht berücksichtigt.

Um als Investor diesem Defizit zu entgehen, sollte man sich vor einem Kauf neben der eigentlichen Fonds-Auswahl also auch immer mit der Auswahl eines günstigen und geeigneten Brokers beschäftigen. Denn einen günstigen ETF (bezogen auf die TER) bei einem teuren Broker zu kaufen, kann den Ertrag des Investors deutlich beeinflussen.

Um Ihnen bei dieser Entscheidung zu helfen, veröffentlichen wir regelmäßig auf unserem Blog die besten und günstigsten Broker für Ihre Bedürfnisse. In diesen Beiträgen arbeiten wir für Sie die Gebührenstruktur der einzelnen Anbieter transparent und übersichtlich auf, sodass Sie letztendlich das für sich passende Angebot finden.

Felix Götz

Felix Götz

Felix ist angehender B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften mit Studienschwerpunkt internationale Finanzökonomik. Schon bei unterschiedlichen Praktikas bei Größen in der Finanzbranche konnte er sein tiefgreifendes Finanzwissen unter Beweis stellen. Bei Aktienchecker ist er vor allem für die Erstellung von Artikeln zuständig.

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